Anlässlich des Holocaust-Gedenktages 2026 erinnert die Senioren-Union der CDU Deutschlands an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und bekräftigt ihre Verantwortung für eine lebendige und zukunftsgerichtete Erinnerungskultur. Der Holocaust bleibt eines der dunkelsten Kapitel der Geschichte - und zugleich eine bleibende Mahnung an uns alle.
Das diesjährige Motto „Brücken zwischen den Generationen“ macht deutlich: Die Verantwortung des Erinnerns endet nicht mit den letzten Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Sie lebt weiter in ihren Kindern, Enkelkindern und in uns allen. Erinnerung ist kein abgeschlossener Akt, sondern ein fortwährender Auftrag. Er verlangt zuzuhören, zu lernen und das Wissen um die Vergangenheit aktiv weiterzugeben. So schlagen wir Brücken zwischen Erinnerung und Handeln, zwischen Geschichte und Hoffnung für die Zukunft.
Der Holocaust-Gedenktag ermutigt uns, uns aktiv mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und daraus Konsequenzen für die Gegenwart zu ziehen. Es gibt vieles, was jede und jeder Einzelne tun kann: Wir können uns entschieden gegen die Leugnung und Verfälschung des Holocaust und anderer Völkermorde stellen, eigene Vorurteile hinterfragen und andere dazu anregen, sich intensiver mit der Geschichte des Holocaust sowie mit neueren Völkermorden auseinanderzusetzen. Erinnerung bedeutet Verantwortung – heute und morgen.
Der Bundesvorsitzende der Senioren-Union Hubert Hüppe erklärt dazu:
„Antisemitismus – von rechts, von links oder islamistisch – muss unter dem Leitmotiv ‚Wieder ist jetzt‘ kompromisslos bekämpft werden. Dazu gehört auch, dass Personen, die antisemitisch auftreten, keine deutsche Staatsbürgerschaft erhalten dürfen. Die Senioren-Union blickt mit großer Sorge auf die zunehmenden antisemitischen Vorfälle in unserem Land. Als Teil einer Generation, die die Folgen von Hass, Ausgrenzung und Gewalt gegen jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger noch unmittelbar erlebt hat oder deren Auswirkungen lebhaft in Erinnerung trägt, sehen wir es als unsere historische und moralische Pflicht, jeder Form von Antisemitismus entschieden entgegenzutreten.“
Antisemitismus – ob offen oder subtil, ob religiös, politisch oder kulturell motiviert, oder aus hiesigem oder importiertem Islamismus – ist ein Angriff auf die Grundwerte unserer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft. Die jüngsten Entwicklungen zeigen in alarmierender Weise, dass jüdisches Leben in Deutschland erneut bedroht ist: durch Hetze im Internet, durch Angriffe auf jüdische Einrichtungen und durch eine besorgniserregende Verharmlosung antisemitischer Narrative im öffentlichen Diskurs. Vor diesem Hintergrund fordert die Senioren-Union der CDU Deutschlands unter anderem:
- die konsequente Strafverfolgung antisemitischer Straftaten und eine klare Haltung der Justiz gegenüber Hassverbrechen,
- die Stärkung der politischen Bildung zur Aufarbeitung der Shoah und zur Vermittlung demokratischer Werte in Schulen sowie in der Erwachsenenbildung,
- Solidarität mit jüdischen Gemeinden durch sichtbare Unterstützung, angemessene Schutzmaßnahmen und kontinuierliche Dialogangebote,
- eine klare politische Sprache: Relativierungen oder ideologisch motivierte Angriffe auf Israel dürfen nicht als legitime Kritik getarnt werden, wenn sie antisemitische Muster bedienen.
Die Senioren-Union der CDU Deutschlands steht fest an der Seite unserer jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger. Wir stehen für eine Gesellschaft, die aus ihrer Geschichte gelernt hat – und in der jüdisches Leben selbstverständlich, sichtbar und sicher ist. Wir sagen klar und deutlich:
Nie wieder darf Antisemitismus in Deutschland gesellschaftsfähig werden.
Nie wieder darf Hass das Fundament unserer Gemeinschaft untergraben.

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