Senioren-Union: Einsamkeit wird zur Volkskrankheit

10.01.2023
Pressemitteilung
vorlesen

Im Kampf gegen die zunehmende Einsamkeit nicht nur in der älteren Generation fordert die Senioren-Union der CDU eine umfassende politische Strategie und konkrete Maßnahmen von Bund, Ländern und Kommunen.

Wenn auch Zwänge durch Abstand und Isolation in der zurückgehenden Pandemie abnähmen, so gelte das nur bedingt für entstandene Vereinsamung. „Inzwischen klagt jeder Zehnte in Deutschland über Einsamkeit. Damit wird soziale Isolation zur größten Volkskrankheit im Land“, klagt der Bundesvorsitzende der Senioren-Union, Prof. Dr. Otto Wulff.

Wulff spricht sich dafür aus, den Aufbau von Treffpunkten in Nachbarschafts- und Vereinsinitiativen stärker – auch finanziell - zu unterstützen. „Beratungs-, Begegnungs- und Besuchsangebote müssen erheblich erweitert werden, damit Menschen nicht aus Einsamkeit krank werden“, sagt Wulff. Die gesundheitlichen Auswirkungen von sozialer Isolation sind nach Meinung vieler Fachleute unübersehbar. Vereinsamung wird inzwischen zum Risikofaktor bei Entwicklung von Erkrankungen wie Depressionen, Demenz, Alzheimer, Fettleibigkeit, Diabetes, Bluthochdruck oder gar Krebs.

Die Senioren-Union hofft auf eine wirkungsvolle und erfolgreiche Arbeit des im Familienministerium eingerichteten „Kompetenznetz Einsamkeit“ mit der angekündigten Strategie gegen Einsamkeit.


Berlin, 10. Januar 2023