Die Senioren-Union der CDU will die Regeln für den Erwerb von Cannabis verschärfen und unterstützt den Kurs von Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann. Insbesondere müsse der geplante Ausschluss des Versandhandels mit Medizinalcannabis zügig umgesetzt werden. Zugleich fordert die Senioren-Union, die bereits vorliegenden Ergebnisse der Evaluation des Cannabisgesetzes konsequent auszuwerten und daraus politische Konsequenzen zu ziehen.
„Wenn Cannabis über das Internet quasi auf Knopfdruck bestellt werden kann, hat das mit verantwortungsvoller Gesundheitsversorgung nichts mehr zu tun“, erklärt der Bundesvorsitzende der Senioren-Union, Hubert Hüppe. „Wir begrüßen deshalb ausdrücklich die klare Haltung des Bundesgesundheitsministers. Medizinisches Cannabis gehört in ärztliche Verantwortung und nicht in einen Versandhandel ohne persönliche Beratung.“
Hüppe verweist zugleich auf die inzwischen vorliegenden Evaluationsergebnisse: „Wir haben jetzt erste belastbare Erkenntnisse über die Folgen der Cannabis-Teillegalisierung. Diese Ergebnisse dürfen nicht in Schubladen verschwinden. Wir brauchen Konsequenzen statt weiterer Verzögerungen. Gesundheitsschutz, Kinder- und Jugendschutz müssen dabei Vorrang haben.“
Besonders wichtig sei der Schutz junger Menschen. „Wenn die Evaluation deutliche Defizite beim Kinder- und Jugendschutz und bei der Prävention zeigt, dann besteht dringender Handlungsbedarf“, so Hüppe. „Die allgegenwärtige und immer leichter zugängliche Verfügbarkeit von Cannabis kann Hemmschwellen senken und suchtförderndes Verhalten begünstigen. Der Schutz unserer Kinder und Enkel ist wichtiger als ideologische Vorstellungen von falsch verstandener Liberalität.“
Die Senioren-Union erwartet deshalb, dass die Koalitionsfraktionen die geplanten Verschärfungen beim Medizinalcannabis zügig beraten und umsetzen und die Ergebnisse der Cannabis-Evaluierung umfassend parlamentarisch auswerten.

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