Die Senioren-Union der CDU Deutschlands drängt auf die im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD vorgesehene Einführung einer allgemeinen Bestätigungslösung für telefonisch abgeschlossene langfristige Verträge. Angesichts tausender Beschwerden über untergeschobene Telefonverträge sieht die Senioren-Union darin einen dringend notwendigen Schritt zum besseren Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher – insbesondere der älteren Generation.
Im Jahr 2025 wurden bundesweit über 9.000 Beschwerden bei den Verbraucherzentralen registriert. Besonders häufig betroffen waren Bereiche wie Glücksspiel, Zeitungsabonnements, Energieverträge sowie Telekommunikationsdienste. Diese Zahlen verdeutlichen, dass unseriöse Geschäftspraktiken am Telefon weiterhin ein erhebliches Problem darstellen.
Gerade Seniorinnen und Senioren sind hiervon in besonderem Maße betroffen. Viele von ihnen nutzen das Telefon regelmäßig für wichtige Alltagsangelegenheiten und sind häufig noch mit ihren Festnetznummern öffentlich im Telefonbuch verzeichnet. Dies macht sie zu einem bevorzugten Ziel für unseriöse Anbieter, die gezielt versuchen, sie in überrumpelnde Verkaufsgespräche zu verwickeln.
Die Senioren-Union fordert daher unverzüglich eine gesetzliche Regelung: Ein telefonisch abgeschlossener Vertrag darf nur dann wirksam werden, wenn er ausdrücklich in Textform bestätigt wird – und zwar mit ausreichendem zeitlichem Abstand, um eine fundierte Entscheidung zu ermöglichen.
Der Bundesvorsitzende der Senioren-Union, Hubert Hüppe, erklärt dazu: „Die Bestätigungslösung ist ein überfälliger Schritt, um vor nicht gewollten und unseriösen Telefonverträgen zu schützen. Es darf nicht länger sein, dass ein flüchtiges Gespräch am Telefon zu langfristigen finanziellen Belastungen führt. Klar muss sein: Wer nach einem Telefonat nichts bestätigt, muss auch nichts bezahlen.“

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