Ein Appell des Bundesvorsitzenden der Senioren-Union

31.08.2026
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Demokratie ist ein hohes Gut, aber keine Selbstverständlichkeit. Sie darf nicht den Radikalen überlassen werden – weder rechts noch links.

Wir Älteren wissen aus eigener Erfahrung, wohin politische Radikalisierung führen kann. Wir haben erlebt oder aus nächster Nähe erfahren, was es bedeutet, wenn Freiheit, Rechtsstaat und demokratische Ordnung verloren gehen. Deshalb haben wir heute eine besondere Verantwortung: Wir dürfen nicht wegsehen, wenn die extremen politischen Ränder von AfD, über die Linke bis hin zum BSW stärker werden und die politische Landschaft bestimmen wollen.

Die anstehenden Wahlen sind deshalb mehr als ein Wettbewerb um Mehrheiten. Sie sind eine Entscheidung darüber, welche politische Kultur unser Land prägen soll und in welchem Deutschland unsere Kinder und Enkel leben werden.

Radikale Kräfte von rechts und links arbeiten mit Angst, Feindbildern, leeren Versprechungen und vermeintlich einfachen Antworten. Sie bekämpfen demokratische Institutionen, machen politische Gegner verächtlich und überschreiten die Grenzen des demokratischen Miteinanders. Das dürfen wir nicht als normalen politischen Streit hinnehmen.

Wir Älteren sind keineswegs mit allem zufrieden. Wir haben berechtigte Sorgen – um Sicherheit, Migration, Wirtschaft, Rente und Pflege. Wir erwarten von der Politik Lösungen und Ergebnisse. Aber wer mit der Politik unzufrieden ist, muss deshalb nicht mit der Demokratie brechen.

Unsere Antwort muss klar sein: Unterschiedliche Positionen ja, Extremismus nein. Veränderung ja, aber auf dem Boden von Demokratie und Rechtsstaat.

Gerade wir Älteren müssen reden. Und wir müssen zuhören, überzeugen und widersprechen, wenn politische Radikalisierung als vermeintlich einfache Lösung angeboten wird.

Deshalb mein Appell:

Nutzen Sie Ihre Stimme und Ihre Lebenserfahrung. Machen Sie deutlich, dass unser Land keine politischen Extreme will, sondern eine starke demokratische Mitte, die Probleme löst und Verantwortung übernimmt.

Wir haben erlebt, was auf dem Spiel steht. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass unsere Kinder und Enkel in Freiheit und Demokratie leben können.