Page 28 - Ausgabe 1/2022 "alt & jung"
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           alt & jung
 Der Beifahrer weiß alles besser:
Der Beifahrer kritisiert ständig den Fahrer
und versucht, ihn mit angeblich gut gemeinten Ratschlägen zu gängeln: „Fahr endlich zu!“ „Grüner wird‘s nicht!“ „Ich würde jetzt schalten.“ „Du hättest abbiegen müssen!“ „Vorsicht!
Du fährst zu schnell!“
Tipp vom Psychologen:
In der Kommunikation steht nicht nur die Nach­ richt selbst im Mittelpunkt, sondern auch die Botschaft, die damit verbunden ist. Der typische Hinweis, dass die Ampel grün zeigt, offenbart eine Ungeduld, die man mit einer Gegenfrage „Hast du es eilig?“ direkt ansprechen kann.
            Der Co-Pilot fängt Streit an
Manche Beifahrer neigen dazu, den Fahrer in Diskussionen zu verwickeln. Problem: Der Fahrer kann der Situation nicht entkommen. Dadurch leidet die Konzentration auf Straße und Verkehr. Besonders stressige Fahrsituationen – wie in der Stadt – sind dann nicht mehr zu meistern. Ähnlich aufmerksamkeitsraubend sind Musik, die der andere nicht mag, Krimihörspiele oder Fotos, die der Beifahrer auf seinem Handy zeigen will.
Tipp vom Psychologen:
Warten Sie nicht, bis Ihnen der Kragen platzt, wenn Sie etwas stört. Trauen Sie sich, offen anzu­ sprechen, was Sie gerne anders hätten. Fühlt sich der Fahrer durch die Musik der anderen Mitfahrer gestört, hilft ggf. ein Kopfhörer. Konfliktbeladene Gespräche sollte man aufschieben und ablenkende Aufforderungen mit einem höflichen Hinweis
auf die Fahraufgabe blocken. Entscheidend ist, dass die eigene Emotion nicht überkocht, denn das kann das Fahrverhalten negativ beeinflussen.
      






















































































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